Ungewöhnliche Musik an besonderen Orten.

Das ist die Idee der

SOUNDSCAPES NRW

 

 

Improvisionen von Menschen für Menschen
Menschen, die mit uns improvisieren oder uns einladen wollen kontakten uns über:
info@orkestra-music.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IMPROVISIONEN 2017

   Improvisierte Musik im interkulturellen Dialog

 

 ‚NUR BUNT IST SCHÖN!‘

 

08. & 09. September 2017
auf dem Kopstadtplatz

im Rahmen von Essen Original

Zum 4. Mal findet das einzige, mehrtägige, ‚Umsonst & Draußen – Festival‘ in Deutschland, für diese Art der Musik statt.

Das Festival „Improvisionen“ widmet sich ganz der Musik, die aus dem jeweiligen Moment geboren wird. Es bringt vollkommen unvoreingenommen und fernab von Kategorisierungen oder Schubladendenken Menschen miteinander in Kontakt und lässt durch sie gemeinsam eine Musik erklingen, die im besten Fall vor allem eines ist: unerwartet. Vor diesem Hintergrund versteht sich das Festival aber auch als Abbild und Utopie von gesellschaftlichem Miteinander. Nur im voraussetzungslosen, frei gefühlten und mitfühlenden Miteinander können Grenzen und Schranken aufgebrochen werden, ohne dabei die eigenen kulturellen Wurzeln außer Acht zu lassen.

Das Kulturbüro der Stadt Essen präsentiert die Bühne auf dem Kopstadtplatz.

Organisiert von Kreativnetzwerk & Criss Cross e.V. wird diese Bühne im Rahmen von Essen.Original verwirklicht.

 Programm:

Freitag, 08.09.2017

16.00 Uhr

Eröffnung des Festivals mit Peter Wingender

 

Peter Wingender ist seit Jahren vor Entstehung des Festivals Improvisionen im Geiste dessen kreativ aktiv. Die Improvision, seine Wortschöpfung für musischen, rücksichtsvollen, jedoch gerne bedingungslosen Stehgreif, ist einer der erklärten Beweggründe dieses schwerbehinderten, hellwachen, Kreativen.
Er hat sich in diesem Jahr der Intention verschrieben durch sanfte Töne nahe der Erdschwingung von 432 Hertz mentalen Druck der zeitgenössischen Gegenwart zu entschleunigen & reduzierend zu harmonisieren. Das dabei sehr zuträgliche Instrument therapeutischen Ursprungs namens Klangauge ist eine Schlitztrommel. Ehestens noch der Kalimba artverwandt, im deutschen auch Daumenklavier genannt, ist beiden der Klang durch natürliche Obertonreihen gleich, die sich nur bei Zungen-Instrumenten ergeben.
Verinnerlichtes seines Spiels dürfte der Freude über natürliche, archetypische und eben kulturelle Vielfalt in Ballungsräumen jeglicher Couleur entsprechen.

Nur bunt ist schön!
Ist nicht zuletzt die Vielfalt eine unserer großartigsten Gemeinsamkeiten?

17.00 Uhr

Granatum Liberal

Granatum Liberal ist neu. Und doch fühlt es sich an, als hätten sich drei alte Seelen durch eine glückliche Fügung endlich wiedergetroffen. Drei Typen, die schwer verknallt sind ins Leben. In die Untiefen und die unbeschreibliche Schönheit der Liebe. Deswegen machen sie halt Musik und versuchen, die emotionale Essenz aus ihren Lieblingsliedern herauszuquetschen. Das klingt jetzt ein wenig brachial — vielmehr ist es wie beim zärtlichen Halbieren eines reifen Granatapfels. Man könnte anfangen, die Kerne zu zählen oder sich am süßen Saft und der Schönheit eines jeden einzelnen erfreuen. Die Herkunft der Songs ist dabei nie egal, ganz im Gegenteil werden orientalische Motive in der westlichen Musik aufgespürt. Und andersrum. Das eine Stück wird in seine Einzelteile zerlegt, die beiden nächsten umarmen sich, obwohl sie sich vorher gar nicht kannten. Dabei rauscht es durch acht Jahrzehnte und fünf Sprachen. Wie eine kleine Weltreise, ohne dass man sein Ticket abstempeln muss. Die Schwerelosigkeit und das glückliche Lächeln im Augenblick des Zuhörers sind das Ziel. Über Musik zu schreiben ist allerdings auch Affenscheiße. Wir sind halt einfach Granatum Liberal und machen schöne Feierabendmusik. Bis Mittwoch, ihr süßen Granatappelkerne.

Murat Cakmaz — Orientalische Längsflöten & Gesang
Ivan Snegur — Zumeist waagerecht gehaltene Gitarre & Gesang
Florian Streier — Gesang & Pinocchio-Tanz

18.30 Uhr

Kioomars Musayyebi Quartett

Vier Musiker, die aus ganz verschiedenen Richtungen zusammengefunden haben, bilden gemeinsam das Kioomars Musayyebi Quartett. Christian Hammer, Ehsan Bozorgmehr, Nils Imhorst und Kioomars Musayyebi spielen Impressionen von orientalischen Melodien und Rhythmen vermischt mit europäischen Arrangements, Weltmusik mit Einflüssen aus dem Jazz. Die Kombination der Melodien und Instrumente fügt sich zu einem neuen Ganzen zusammen und es entsteht ein einzigartiger Sound. In dem Zusammenspiel und der Stimmung zwischen den Musikern liegt das, was das Kioomars Musayyebi Quartett ausmacht. So entsteht der Klang, der diese Band auszeichnet.
Kioomars Musayyebi – Santur
Christian Hammer – Gitarre
Nils Imhorst – Bass
Erfan Pejhanfar – Tombak

20.00 Uhr

The Dorf

„The Dorf“ ist eine XXL Band – aber keine BigBand, bestehend aus 25 -30 Musikern – ein großes, schillerndes Orchester mit 2 Schlagzeugern, 3 Gitarristen, jeder Menge Liveelektronik, Gesang, Streichern und allem was man sich sonst so vorstellen kann. Drei aufeinanderfolgende Gastspiele auf dem Moers Festival sprechen für sich.

In nunmehr zehn Jahren Bandgeschichte hat das Orchester 4 CDs/ Vinyl und eine Kassette eingespielt, auf großen Festivals im In- und Ausland gespielt. Gäste waren u.a. Mambo Kurt, Caspar Brötzmann, Stian Westerhuis. Unbedingt unterhaltsam – ein Spektakel.

 

21.30 Uhr

Royal Street Orchestra

Das Royal Street Orchestra besteht seit 2009 in unveränderter Besetzung und setzt sich aus neun Musikern mit verschiedensten musikalischen und demotischen Hintergründen zusammen: Ein Bosnier, ein Serbe; ein Grieche der Melodien der Türkei spielt; klassische, studierte, auto-didakte Musiker und selbsternannte Nichtmusiker. Und trotz dieser unterschiedlichen Lebenseinflüsse, agieren sie als eine, gemeinsam starke Stimme, die traditionelle Ton-, Takt-, und Lebensarten euro-orientalischer Tonkunst mit westlich geprägter Klubmusik auf nie da gewesene Weise miteinander verbindet, ohne dabei in Klischees zu verenden.

Eine Band welche keinerlei Grenzen kennt, und stattdessen, auf Liebe und Respekt basiert, scheinbar im Konflikt stehende Musikrichtungen und Lebensentwürfe zu etwas ganz Neuem und ganz Aufregendem verbindet. So beweist die Band, daß auch wenn viele das Gegenteil behaupten, es für Menschen unterschiedlicher Hintergründe, Herkünfte, und religiöser Zugehörigkeit, sehr wohl möglich ist, in Eintracht zu leben und zusammen etwas wertvolles zu erschaffen, was grösser ist als die Summe seiner Einzelteile.

Das RSO beweist mit „Live at Utopiastadt“, dass es immer noch Bands gibt, die echte, handgemachte Musik spielen, und durch kluge Arrangements, und eine virtuose und äußerst gefühlvolle Performance ihr Publikum auf eine Reise mitnehmen, die es nicht vergessen wird.

 

Samstag, 09.09.2017

16.00 Uhr

Insa Donja Kai


Zwei intensiv eindringliche, fast menschliche Cellostimmen treffen auf glasig feine Klänge des Vibraphons und der Percussion. Die Cellistinnen Donja Djember und Insa Schirmer spielen sich in erstaunlich gleichem Atem Spielenergie zu,

das atmosphärische Vibraphon von Kai Angermann erinnert an ein Kinderlied aus vergessenen Tagen. Neben den wunderbar farbigen und großartig gesetzten Motiven, gelingt es InsaDonjaKai freier Improvisation Seele, Schönheit, Ruhe und Intensität zu verleihen. Repetitiv, spätromantisch, mit feinem Groove und zartem orientalischen Einschlag.

(Katrin Mickiewicz)

Insa Schirmer – Cello
Donja Djember – Cello
Kai Angermann – Vibraphon, Percussion

17.00 Uhr

Samba Pelodum

Was passiert, wenn acht Vollblut-Musiker mit verschiedenen Wurzeln und mit unterschiedlichsten musikalischen Backgrounds aufeinandertreffen? Es entsteht AfroSambaReggaeSoul – zumindest in diesem Fall. So schöpft Banda Pelodum aus ihren multikulturellen Einflüssen und mischt Stile wie SambaReggae, Funk, Soul, Afro und Latin zu einem eigenständigen Sound.

Banda Pelodum ist mit Sicherheit als Ausnahmeband der hiesigen Musikszene zu bezeichnen, die über eine außergewöhnliche musikalische Bandbreite verfügt und doch im Herzen den lebhaften nord-ost-brasilianischen Rhythmen treu bleibt – ungekünstelt und voller Emotionalität. Der Einfluss der afrikanischen Kultur ist omnipräsent und stark mit dem Lebensstil Bahias verwachsen und genauso unüberhör- wie übersehbar in dessen Musik- und Tanzkultur eingebettet.

Bandleader ist der erfahrene Musiker und Perkussionist Danilo da Silva aus Salvador da Bahia/Brasilien, wo er bei populären Gruppen wie Ilê Aiyê und Timbalada spielte, die für ihre energetische Musik und beeindruckenden Shows bekannt sind. Mit seiner Band Pelodum deckt er das komplette Spektrum der abwechslungsreichen brasilianischer Musik zwischen Samba, Pagode, Samba- Reggae bis hin zu Frevo und SambaFunk ab. Banda Pelodum hat sich in den letzten Jahren vom Geheimtipp der Brasil-Szene in zahllose Herzen gespielt. Die Musiker haben ihren eigenen Stil, vermischen Samba, MPB und karibische Einflüsse wie Salsa und Merengue mit süßem Reggae und treibendem Samba-Reggae und bieten auf der Bühne eine Show von höchster musikalischer Qualität und mit purer Energie.

18.30 Uhr

Orkestra

Das Orkestra ist der Ausgangspunkt des Festivals. In mittlerweile 6 Jahren hat es sich zu einem Ensemble geformt, dass Profis und Laien auf Augenhöhe miteinander musizieren lässt und dabei immer wieder für musikalische Überraschungen sorgt. Im gemeinsamen Miteinander, improvisierend eine art gesellschaftliche Utopie abbildend, treffen sich die Musiker des Orkestra teils vollkommen Voraussetzungslos, teils aber auch von kurzen Riffs, Pattern oder kleinen Themen ausgehend, um sich auf ihre musikalische Reise zu begeben. Kulturelle Vielfalt gebündelt auf einen Ort ein einem Moment: Den jetzt und hier, aus dem heraus ihre Musik geboren wird und sofort wieder vergeht.

20.00 Uhr

Culture Pool

Culture Pool ist ein Band-Projekt aus dem Ruhrgebiet und steht für Begegnungen von kreativen Musikern und Kulturen.
CP startete schon 2001 als reines Studio-Projekt. In den ersten Jahren haben bereits über 50 Musiker aus über 20 verschiedenen Herkunftsländern bei Aufnahmen mitgewirkt. Erst 2006 bildete sich aus dem Pool der Musiker langsam eine Band, die dann auch erste Auftritte in der Umgebung absolvierte.
2008 und 2013 wurde jeweils eine EP mit 4 und 5 Songs produziert. Im vergangenen Jahr erschien dann endlich das erste Album mit dem Titel ‚flow‚, welches einen Querschnitt der gesamten Bandbreite des Band-Projekts darstellt.
Culture Poolverbindet auf ungewöhnliche Art sehr unterschiedliche Stilelemente, kombiniert Vocal-Parts in verschiedenen Sprachen miteinander und lässt der Kreativität freien Lauf. Die Musik, die dabei entsteht, ist der Global Groove.

 

21.00 Uhr

Präsentation eines Songs für UNICEF des Essener Singer/Songwriters Monka

 


Monka ist ein junger Singer/Songwriter aus Essen, der mit seinen kritischen und poetischen Texten zu allererst sein Engagement für die Gesellschaft, in der er lebt, zum Ausdruck bringt. Aus diesem Beweggrund ist auch die Idee entstanden, eines seiner Songs der Kinderhilfswerk UNICEF zu „spenden“. Sämtliche erlöse, die mit dem Song erzielt werden, kommen der Organisation zu gute. Darüber hinaus kann der Song und das dazugehörige Video von UNICEF für ihre Zwecke genutzt werden. Ein kleiner Versuch, mit Musik konkret etwas zu bewegen.

 

21.30 Uhr

Antiquariat

Das Quintett in traditioneller Gipsyswingbesetzung mit zwei Gitarren, Geige
und Kontrabass um die Sängerin Marion Lenfant-Preus (Frankreich/USA) hat sich auf
eine musikalische Reise begeben und wertvolle Antiquitäten aufpoliert. Dabei ist es
der Tradition von legendären Gruppen wie Django Reinhardts »Hot Club de France«
verpflichtet, limitiert sich aber keinesfalls auf jenen Stil, sondern im Gegenteil: Es hat
sich zur Aufgabe gemacht mit modernen Ausdrucksformen und durch
Eigenkompositionen den Stil weiterzuentwickeln. Vom Balkan bis nach Lateinamerika
reicht das musikalische Spektrum der Band, deren Mitglieder auch ihre eigenen
Wurzeln auf der ganzen Welt haben.
Aus diesem Grund hat sich Antiquariat auf die Fahne geschrieben, Musik mit
vorwiegend deutschen Texten, aber auch mit Texten auf Französisch, Spanisch,
Englisch und Romanes einem generationübergreifenden Publikum darzubieten.
Es präsentiert sich frech, temperamentvoll, leidenschaftlich, retro und modern
zugleich.

Begleiten Sie doch das junge Quintett auf seiner Reise und lauschen Sie diesen
zeitlosen Klängen, die das Knistern eines Grammophons erahnen lassen…

 

Wir danken unseren Förderern & Unterstützern: